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LOCKINSTRUMENTE
KLAUS WEISSKIRCHEN

BRANDFILM & MARKENSTRATEGIE

Für den Traditionshersteller Weisskirchen haben wir einen Brandfilm realisiert, der weit mehr ist als eine Produktvorstellung. Es ging um die visuelle Übersetzung eines Generationswechsels: Wie macht man jahrzehntelange Erfahrung und implizites Wissen für die Zukunft sichtbar?

Dieser Film war eines unserer komplexesten Projekte im Jahr 2023. Denn Lockjagd lernt man nicht in Tutorials. Es ist eine Haltung, geprägt von Gehör, Ruhe und Beobachtung. Wir haben Marke, Handwerk und die raue Realität der Jagd in einer dokumentarischen Bildsprache verbunden, die den Kern des Unternehmens einfängt: Substanz statt Inszenierung.

Die Herausforderung: Wissenstransfer sichtbar machen

Die zentrale Frage der Konzeption war: Wie visualisiert man Erfahrung? Klaus Weisskirchen hat sein Wissen nicht in Handbüchern, sondern in den Händen und im Gehör. Unsere Aufgabe war es, dieses "unsichtbare Gefühl" in Bilder zu übersetzen, die auch ohne Worte funktionieren.

Für uns war schnell klar: Ein klassischer Imagefilm mit cleanen Studio-Shots und sterilem Licht würde hier scheitern. Um den Transfer auf die nächste Generation glaubwürdig zu zeigen, mussten wir raus aus der Komfortzone. Wir haben uns für einen radikal dokumentarischen Ansatz entschieden. Wir sind für das erste Interview bis ins Erzgebirge gefahren und haben verschiedene Drehorte – von der staubigen Werkstatt bis zum tiefen Wald – kombiniert. Der Film musste "riechen" und "klingen", nicht nur gut aussehen. Er macht Qualität sichtbar, die sonst im Verborgenen bliebe.

Produktion: Drehen unter Realbedingungen

Authentizität lässt sich nicht faken. Wir haben uns bewusst entschieden, einen Großteil des Films im Oktober zu drehen – genau in der Jahreszeit, in der Regen, Nebel und frühe Dunkelheit den Takt vorgeben. Nicht, weil wir es uns schwer machen wollten, sondern weil die Jagd genau dort stattfindet. Wenn alles nass und grau ist, funktionieren Technik, Licht und Motivstimmung anders als im Studio.

Maximale Flexibilität am Set Diese Realbedingungen erforderten von unserer Crew schnelles Handeln. Wir mussten unser Equipment vor Nässe schützen und Licht-Setups nutzen, die sich in Minuten an wechselndes Wetter anpassen lassen. Ein Highlight dieser Spontanität: Mitten im Interview auf einer Wiese lief eine komplette Kuhherde durchs Bild. Statt abzubrechen ("Cut!"), haben wir die Situation laufen lassen und integriert. Genau diese ungeplanten Momente – die Kälte, der Nebel, die Tiere – machen den Film lebendig. Sie zeigen potenziellen Kunden: Wir inszenieren nicht nur, wir können auch mit der ungeschönten Realität arbeiten und daraus cineastische Bilder erschaffen.

Ergebnis & Strategischer Nutzen

Das Ergebnis ist ein Film, der nicht "gemacht" aussieht, sondern "erlebt". Für Weisskirchen ist er heute ein zentrales Werkzeug in der Markenkommunikation – ob auf der Website, im Vertrieb oder bei Veranstaltungen.

Er erfüllt eine strategische Doppelfunktion: Er holt Fachpublikum durch fachliche Tiefe ab und transportiert für Endkunden den kompromisslosen Qualitätsanspruch der Marke. Wir sind stolz darauf, dass wir Handwerk, Marke und Mensch in einer Erzählung zusammenführen durften, die den Wert der Produkte ohne plumpe Werbesprache vermittelt.

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